Über Wolle

Was die Textilexperten, die Bewohner der nordischen Ländern und die meisten Wintersportler seit vielen Jahren wissen, gewinnt dank der neuesten Trends bei Outdoor-Bekleidung in der internationalen Öffentlichkeit zunehmend an Bedeutung. Die Schurwolle kehrt als neue Faser im Bereich der Funktionskleidung auf den Markt zurück. Besonders die extrafeinen und superfeinen Arten von Merinowolle erfreuen sich heute - völlig zu Recht - hoher Beliebtheit, da die Ansprüche an die Funktionsfähigkeit von Bekleidung ständig steigen und synthetische Fasern in vielen Bereichen nicht mehr ausreichend sind. Einer dieser Bereiche ist die gestrickte Funktionsunterwäsche. Es ist eigentlich logisch, dass Schafwolle seit Millionen von Jahren eine von der Natur entwickelte Faser ist, um das Säugetier zu schützen.

Vorteile der Wolle in Kürze:

  • weicher bis seidiger Griff - die feinsten Arten von Merino-Wolle (super fein) haben Fasern mit einem Durchmesser von 16 Mikrometern (Mikronen), d.h. 0,016 Millimeter; zum Vergleich: das menschliche Haar ist 100 Mikrometer stark;
  • wärmeregulierende Eigenschaften - Textilstoffe aus Wolle schaffen Körper ein Mikroklima, welches das schnelle Eindringen des Außenklimas bis zur Haut verhindert - bei Kälte im Winter (Wolle hält warm) und bei Hitze im Sommer (Wolle hält kühl)
  • Schweißabführung - die Oberfläche der Faser (Flocken) ist hydrophob und führt Schweiß ab; dieser verdunstet oder wird - falls er zurückgehalten wird (zum Beispiel von einem anderen Oberbekleidungsstück) - von der Faser absorbiert, die wiederum hydrophil ist. Gleichzeitig kann die Wollfaser Feuchtigkeit bis zu einem Volumen von 1/3 ihres Gewichtes (!) aufnehmen. Der wichtigste Aspekt dabei ist, dass dank ihrer hydrophoben Oberfläche sogar eine „vollgesaugte“ Faser bei Berührung trocken bleibt (!) und gleichzeitig nichts von ihren wärmeregulierenden Eigenschaften verliert (!);
  • Atmungsaktivität - selbst in einer dichten Struktur ist das Wollgewebe luftdurchlässig („atmungsaktiv“), selbst wenn die Fasern mit Feuchtigkeit „vollgesaugt“ sind. Diese Eigenschaft ermöglicht weiter, dass die Feuchtigkeit in den Fasern schnell verdunstet. Die Atmungsaktivität ergibt sich aus der unregelmäßigen Oberflächenstruktur der Wollfaser, die durch mikroskopische Schuppen gebildet wird, aus ihrer gesamten natürlichen Drehung und nicht zuletzt aus der Struktur moderner Wollstrickwaren.
  • antibakterielle Eigenschaften - die Wolle ist eine Proteinfaser und bindet somit viele schädliche Substanzen, einschließlich vieler Viren und Bakterien, wobei deren Zersetzung oder Vermehrung begrenzt werden. Eine sehr signifikante Erscheinung dieser Fähigkeit von Wollfasern ist die Gegebenheit, dass Wollbekleidung auch nach wiederholtem Gebrauch nicht übel riecht. Alternativ reicht es aus, das Wollkleidungsstück zu lüften, womit die Gerüche von selbst verschwinden.
  • Wolle ist antiallergen - es sind keine allergischen Reaktionen auf Wolle bekannt. Dieses Merkmal kann jedoch nicht mit dem Fakt verwechselt werden, dass einige Menschen Wolle bei Berührung unangenehm finden. Durch die Wahl extrafeiner oder sogar superfeiner Merinowolle (mit 16 Mikrometern) kann ein eventuelles „unangenehmes“ Gefühl ausgeschlossen werden. Diese Wollsorten fühlen sich sehr weich bis seidig an;
  • Wolle schützt vor UV-Strahlung - was viele synthetische Fasern überhaupt nicht oder nur unzureichend können;
  • Elastizität - Wollstrickwaren sind von Natur aus elastisch, es sind daher keine Zusätze von synthetischen Elastomeren im Gestrick erforderlich. Die Wollfaser kann um bis zu 30 % gedehnt werden und kehrt dann von selbst in ihre ursprüngliche Form zurück.
  • Hohlfaser - die Schafwolle ist eine natürliche Hohlfaser (!);
  • Die Wollfaser vereint, als bisher einziges bekanntes Textilgewebe, all diese Eigenschaften in einem Material!!! Es handelt sich um ein multifunktionales Talent unter Fasern, eine Art „Zehnkämpfer“ in der Welt der Textilfasern.