Über Silber

Silber, lateinisch Argentum, ist ein Edelmetall, das durch seine helle, silberweiße Farbe charakteristisch ist. Es gehört zu den Edelmetallen, die sich durch hohe chemische Stabilität auszeichnen.

Silber ist jedoch nicht nur ein wertvolles Metall. Seine antimikrobiellen und antimykotischen Eigenschaften sind seit Jahrtausenden bekannt.

In Ägypten wurde Silber bereits 3500 v. Chr. zur Herstellung von Münzen verwendet. Ungefähr 2500 Jahre später war in der Medizin bekannt, dass in Silbergefäßen aufbewahrtes Wasser länger trinkbar bleibt. Die ersten schriftlichen Hinweise auf die medizinische Bedeutung von Silber stammen aus dem Werk des legendären Gabir ibn Haian as-Sufi aus der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts n. Chr. Auch der Arzt und Philosoph Avicenna (980-1037), der sein Studium in Bagdad absolvierte, verwendete Silber in der Medizin.

Silber war bereits in der klassischen indischen Medizin bekannt und wurde im Römischen Reich verstärkt im Kampf gegen Bakterien und Pilze eingesetzt. Alle Patrizierhäuser bewahrten Lebensmittel in Silberbehältern auf und in Milch sowie Flüssigkeiten wurden Silbermünzen gelegt.

Die bakteriziden Eigenschaften von Silber wurden auch im Mittelalter genutzt. Die Aufbewahrung von Flüssigkeiten in Silbergefäßen, das Trinken aus Silberbechern oder das Einlegen von Silbermünzen in Milch, Wein und Wasser verlängerte die Haltbarkeit von Flüssigkeiten und hielte sie länger frisch. Im Mittelalter schützte Silber hauptsächlich die höheren gesellschaftlichen Schichten, die ausschließlich Silbergefäße und -bestecke an der gedeckten Tafel verwendeten. Dies half ihnen dabei, sich nicht mit der Pest, dem sog. schwarzen Tod, anzustecken. Bereits damals war bekannt, dass die krankheitsverursachenden Pathogene in Gegenwart von Silber nicht überleben können, und aus diesem Grunde bewahrte man auch Lebensmittel in Silbergefäßen auf.

Sogar die Gefäße für Weihwasser in Kirchen bestanden aus Silber, in denen das Wasser praktisch sterilisiert wurde.

Amerikanische Siedler gaben einen Silberdollar in die Milch, um die Gärung zu verlangsamen. Australische Kolonialisten hängten silberne Gabeln und Löffel in die Wasserbehälter, um eine Kontamination zu verhindern.

Dank dem wissenschaftlichen Fortschritt bewies das 19. Jahrhundert nicht nur die Existenz von Bakterien, sondern auch die Fähigkeit von Silber, deren Anzahl zu verringern. Aus diesem Grunde wurde eine Silberlösung als Antiseptikum nicht nur bei Verbrennungen eingesetzt.

Wir zählen Silber zu den Antiseptika, die auf alle Stämme (Arten) von Bakterien und Keimpilzen (Schimmel) wirken. Das Risiko, Resistenzen zu entwickeln, ist sehr gering. Im Gegenteil, Silber vermag auch die Infektion zu unterdrücken, die durch Bakterien verursacht wird, die resistent sind und nicht von üblichen Antibiotika bewältigt werden können.

Die Produkte sollten nicht verwendet werden - falls Sie überempfindlich oder allergisch gegen Silber sind. Darüber hinaus sollte silberhaltiges Material nicht im Bereich der Röntgen-Ultraschall- oder Magnetresonanz-Untersuchungen verwendet werden.